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27. November 2009
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Keine Bühne für den Aufruf zum Mord
U-Club muss Sizzla-Auftritt in Wuppertal am 28.11.09 absagen
Der jamaikanische Reggae-Sänger Sizzla Kalonji ist berüchtigt für seine Songs, in denen er offen zu Gewalt gegen homosexuelle Menschen aufruft und den Tod von Lesben und Schwulen fordert.
Gerade gestern hat sich der Künstler in Berlin erneut und explizit geweigert sich von seinen Gewaltaufrufen und Haßsongs zu distanzieren, die in Deutschland eindeutig einen Straftatbestand darstellen. Das gestern in Berlin geplante Konzert wurde von mehreren dortigen Clubbetreibern daraufhin konsequenterweise abgesagt, da sie sich ausdrücklich von den Haßgedanken des Sängers distanzieren.
Wir fordern den Wuppertaler U-Club auf, ebenfalls seiner Verantwortung als Veranstalter gerecht zu werden, sich von den Gewaltaufrufen des Sängers Sizzla zu distanzieren und das für Samstag, den 28.11.09, in seinen Räumen in Wuppertal-Elberfeld, Friedrich-Ebert-Straße 191 geplante Konzert abzusagen.
Auch in Wuppertal darf es dafür keinen Raum geben! Leider gab es gerade im Wuppertaler U-Club schon mehrere Konzerte mit jamaikanischen Künstlern, die explizit den Tod von Lesben und Schwulen fordern und die Situation auf Jamaika mit ihrer "Musik" weiter anstacheln.
Sollte das Konzert nicht vom Veranstalter abgesagt werden, fordern wir die Stadt Wuppertal und den Staatsschutz auf, hier tätig zu werden und auch die Zuverlässigkeit des Betreibers des U-Clubs zu überprüfen.
Im Repertoire des Sängers befinden sich Texte wie:
"Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieße Schwule mit einer Waffe."
Dies ist keineswegs nur metaphorisch gemeint. Nein, dies ist auf Jamaika traurige Realität. Jedes Jahr werden dort Menschen wegen ihrer sexuellen Ausrichtung ermordet. Dieses Jahr unter anderem auch ein dort lebender schwuler britischer Diplomat. Diese Morde werden dann auch noch öffentlich gefeiert. Sizzla und seine "Kollegen", die diese Haßgesänge in der Dancehallszene verbreiten tragen einen wesentlichen Anteil daran, dass diese Gewalt gesellschaftlich auf Jamaika verbreitet und akzeptiert wird.
Vor dem geplanten Konzert am Samstag, den 28.11.09 ist ab 19:00 eine Demonstration vor dem U-Club geplant, welche auch von den örtlichen Jugendorganisationen von CDU, SPD, Grüne und FDP unterstützt wird.
Wir unterstützen ausdrücklich diese Demonstration und rufen alle auf, gemeinsam Flagge gegen homophobe Gewalt zu zeigen!
Landesverband NRW e.V. Pipinstr. 7 50667 Köln
eMail: nrw(at)lsvd.de URL: http://www.nrw.lsvd.de
Für Rückfragen: Arnulf Sensenbrenner Tel. 0171 - 3846132
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